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EinsatzbereicheEinsatzbereiche für Besuchshunde
Besuchshundeteams besuchen u. a.: Senioren- und Pflegeheime (Demenzstationen) Beispiele für verschiedene Einsatzgebiete:1. Hunde öffnen Türen und Schranken im Pflegeheim
- Abbau von Einsamkeit, - Möglichkeit zum Ausdruck von Gefühlen, - Erleichterung und Intensivierung von Sozialkontakten, Abwechslung, - Kommunikation – verbal und nonverbal, - Bewegungsanreize, Sinnesreize, Aktivität, Freude, - Erleben von wohltuendem Körperkontakt, Ablenkung von Problemen
Besonders positive Auswirkungen zeigt der Besuchsdienst auf verwirrte alte Menschen, die spontan auf den Hund reagieren und ganz offen ihre Freude äußern. Verwirrte, in sich gekehrte Menschen werden durch die Gegenwart des Hundes veranlasst zu lächeln, zu sprechen, die Augen zu öffnen und ihren Blick auf Personen oder den Hund zu richten.
2. Keine Angst vor grossen Hunden z. B. im Kindergarten oder in der Schule ...oder Streicheln will gelernt sein
In Kindergärten oder Schulen wird den Kindern wird bei diesen Besuchen auf spielerische aber dennoch respektvolle Art der richtige Umgang mit den Hunden vermittelt und eingeübt, Ängste abzubauen und in Respekt und Verständnis umzuwandeln. Hundebesuchsdienste ermöglichen Kindern ein erstes „Herantasten“ an den Vierbeiner, um so Ängste abzubauen und Unfälle zwischen Kindern und Hunde zu vermeiden. „Was mag ein Hund und was mag er nicht? Wie behandle ich einen Hund und wie verhalte ich mich richtig?“ Die „12 Goldenen Regeln“ im Umgang mit einem Hund werden ausführlich durchgesprochen. Den Kindern wird gezeigt, wie sie auf einen Hund zugehen und wie sie ihn füttern. Auch Fragen werden beantwortet. Zusammenfassend: >> Kindern helfen, sicherer im Umgang mit Hunden zu werden >> bestimmte Kinder/ Hunde- Situationen, konkret zu üben und so mögliche Ängste abzubauen >> die Hundesprache und die Möglichkeit der Kommunikation mit dem Hund zu erläutern >> die Verantwortung deutlich zu machen, die der Mensch für den Hund übernimmt >> durch das gemeinsame Kennen lernen des Hundes den Umgang der Kinder untereinander verbessern >> die persönliche Entwicklung der Kinder fördern durch das Verständnis des Lebewesens Hund Ziel ist es nicht nur Kindern die Angst vor Hunden zu nehmen, sondern auch übermütigen Kindern, die unbedarft auf jeden Hund zugehen, den richtigen Umgang mit Hunden zu erklären 3. Gesundheitsfördernder Einsatz des Hundes bei Menschen mit einer psychischen Erkrankung
Die gesundheitsfördernde Wirkung die durch die Beziehung zwischen Mensch und Hund auch bei Menschen mit psychischen Erkrankungen erzielt werden kann, lässt sich sowohl durch das biopsychosoziale Modell als auch durch das Modell der Salutogenese verdeutlichen. Die positiven Wirkungen des Hundes können dazu beitragen, körperliche, psychische und soziale Ressourcen bei Menschen mit psychischen Erkrankungen zu stärken bzw. zu reaktivieren. Beispiel: Ein Patient der im Rahmen einer psychischen Erkrankung unter sozialen Ängsten leidet und dementsprechend sozial isoliert lebt, kann durch die therapeutische Interaktion mit einem Hund nach und nach lernen, wieder den Kontakt zu anderen Menschen zu suchen. Er bekommt zunächst die Möglichkeit des Erlebens von Nähe und Verbundenheit dem Hund selbst gegenüber. Er fühlt sich so angenommen, wie er ist, bekommt die bedingungslose Akzeptanz und Zuneigung vom Hund. In seiner Funktion als sozialer Katalysator kann der Hund dem Patienten nach und nach darin unterstützen, erste Kontakte zu anderen Menschen zuzulassen. Da sich die Kontaktaufnahme zunächst auf den Hund bezieht, können vorhandene Ängste beim Patienten reduziert werden. Diese positive Erfahrung kann sich schließlich auch positiv auf sein Selbstwertgefühl auswirken. 4. Tiergestützte Begleitung Schwerkranker, Sterbender und Ihrer Angehörigen
Ein Patient mit starken Spastiken in Händen und Armen. Die Ehefrau legt zusammen mit der Hundeführerin Leckerchen in die Hand des Patienten. Der Hund leckt und sucht mit seiner feuchten Zunge das Leckerchen aus der verkrampften Hand. Der Pat. freut sich den Hund mit Leckerchen zu füttern und ist so in der Lage einem Lebewesen etwas geben zu können.
Im Aufenthaltsraum eines Hospizes warten eine Frau und ihr Enkel auf den Bestatter. Der geliebte Ehemann und Großvater war soeben verstorben. Der Besuchshund kam in den Aufenthaltsraum hinein, er lief auf den weinenden Jungen zu. Er wedelte mit der Rute und stupste den Jungen mit der Schnauze an. Der Junge berührte den Hund, streichelte und umarmte ihn, und war für kurze Zeit nicht mehr so traurig.
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