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Einsatzbereiche

Einsatzbereiche für Besuchshunde

 

Besuchshundeteams besuchen u. a.:

 Senioren- und Pflegeheime (Demenzstationen)
Wachkomapatienten
Behinderteneinrichtungen
Kinderheime    
Kindergärten         
Kindertagesstätten 
Schulen     
Sonderschulen     
Familien       
Personen     
psychiatrische / psychotherapeutische  Praxen
ergotherapeutische / physiotherapeutische / logopädische Praxis 
Reha Einrichtungen
Krankenhäuser und Hospizeinrichtungen

 Beispiele für verschiedene Einsatzgebiete:

1. Hunde öffnen Türen und Schranken im Pflegeheim



Der Besuchsdienst in einem Pflegeheim
kann ein Beitrag sein, die Lebensqualität der Heimbewohner zu verbessern,  durch:

- Abbau von Einsamkeit,

- Möglichkeit zum Ausdruck von Gefühlen,

- Erleichterung und Intensivierung von Sozialkontakten, Abwechslung,  

- Kommunikation – verbal und nonverbal,

- Bewegungsanreize, Sinnesreize, Aktivität, Freude,           

- Erleben von wohltuendem Körperkontakt, Ablenkung von Problemen

 

Besonders positive Auswirkungen zeigt der Besuchsdienst auf verwirrte alte Menschen, die spontan auf den Hund reagieren und ganz offen ihre Freude äußern. Verwirrte, in sich gekehrte Menschen werden durch die Gegenwart des Hundes veranlasst zu lächeln, zu sprechen, die Augen zu öffnen und ihren Blick auf Personen oder den Hund zu richten.


Sie machen adäquate und gezielte Bewegungen zum Tier hin (Füttern, Streicheln) und zeigen relativ lange Konzentrationsspannen. Auch für sprach/ hörgeschädigte und sehbehinderte Patienten ist die nonverbale Kommunikation mit dem Tier einfach und effektiv und bereitet ihnen viel Freude.

 2. Keine Angst vor grossen Hunden z. B. im Kindergarten oder in der Schule

 ...oder Streicheln will gelernt sein


In Kindergärten oder Schulen  wird den Kindern wird bei diesen Besuchen auf spielerische aber dennoch respektvolle Art der richtige Umgang mit den Hunden vermittelt und eingeübt, Ängste abzubauen und in Respekt und Verständnis umzuwandeln. Hundebesuchsdienste ermöglichen Kindern ein erstes „Herantasten“ an den Vierbeiner, um so Ängste abzubauen und Unfälle zwischen Kindern und Hunde zu vermeiden. „Was mag ein Hund und was mag er nicht? Wie behandle ich einen Hund und wie verhalte ich mich richtig?“  Die „12 Goldenen Regeln“ im Umgang mit einem Hund werden ausführlich durchgesprochen.  Den Kindern wird gezeigt, wie sie auf einen Hund zugehen und wie sie ihn füttern. Auch Fragen  werden beantwortet. 

 Zusammenfassend:  

>> Kindern helfen, sicherer im Umgang mit Hunden zu  werden

>> bestimmte Kinder/ Hunde- Situationen, konkret zu üben und so mögliche Ängste  abzubauen

>> die Hundesprache und die Möglichkeit der Kommunikation mit dem Hund zu erläutern

>> die Verantwortung deutlich zu machen, die der Mensch   für den Hund übernimmt

>> durch das gemeinsame Kennen lernen des Hundes den  Umgang der Kinder untereinander  verbessern

>> die persönliche Entwicklung der Kinder  fördern durch das Verständnis des Lebewesens Hund               

Ziel ist es nicht nur Kindern die Angst vor Hunden zu nehmen, sondern auch übermütigen Kindern, die unbedarft auf jeden Hund zugehen, den richtigen Umgang mit Hunden zu erklären

  3. Gesundheitsfördernder Einsatz des Hundes bei Menschen mit einer psychischen Erkrankung

 

 Die gesundheitsfördernde Wirkung die durch die Beziehung zwischen Mensch und Hund auch bei Menschen mit psychischen Erkrankungen erzielt werden kann, lässt sich sowohl durch das biopsychosoziale Modell als auch durch das Modell der Salutogenese verdeutlichen. Die positiven Wirkungen des Hundes können dazu beitragen, körperliche, psychische und soziale Ressourcen bei Menschen mit psychischen Erkrankungen zu stärken bzw. zu reaktivieren.

Beispiel:

Ein Patient der im Rahmen einer psychischen Erkrankung unter sozialen Ängsten leidet und dementsprechend sozial isoliert lebt, kann durch die therapeutische Interaktion mit einem Hund nach und nach lernen, wieder den Kontakt zu anderen Menschen zu suchen. Er bekommt zunächst die Möglichkeit des Erlebens von Nähe und Verbundenheit dem Hund selbst gegenüber. Er fühlt sich so angenommen, wie er ist, bekommt die bedingungslose Akzeptanz und Zuneigung vom Hund. In seiner Funktion als sozialer Katalysator kann der Hund dem Patienten nach und nach darin unterstützen, erste Kontakte zu anderen Menschen zuzulassen. Da sich die Kontaktaufnahme zunächst auf den Hund bezieht, können vorhandene Ängste beim Patienten reduziert werden. Diese positive Erfahrung kann sich schließlich auch positiv auf sein Selbstwertgefühl auswirken.

 4. Tiergestützte Begleitung Schwerkranker, Sterbender und Ihrer Angehörigen


 


Hier drei kleine Episoden:    

 Ein Patient mit starken Spastiken in Händen und Armen. Die Ehefrau legt zusammen mit der Hundeführerin Leckerchen in die Hand des Patienten. Der Hund leckt und sucht mit seiner feuchten Zunge das Leckerchen aus der verkrampften Hand. Der Pat. freut sich den Hund mit Leckerchen zu füttern und ist so in der Lage einem Lebewesen etwas geben zu können.

 

Im Aufenthaltsraum eines Hospizes warten eine Frau und ihr Enkel auf den Bestatter. Der geliebte Ehemann und Großvater war soeben verstorben. Der Besuchshund kam in den Aufenthaltsraum hinein, er lief auf den weinenden Jungen zu. Er wedelte mit der Rute und stupste den Jungen mit der Schnauze an. Der Junge berührte den Hund, streichelte und umarmte ihn, und war für kurze Zeit nicht mehr so traurig.


Die Tochter sitzt bei der schwerkranken Mutter am Bett. Beide Frauen hatten sich nichts mehr zu sagen. Wenn sie miteinander sprachen kreisten die Gespräche nur um die Erkrankung der Mutter. Als der Besuchshund Mutter und Tochter besuchte, fanden die beiden endlich ein anderes Gesprächsthema. Sie unterhielten sich über den Hund und erinnerten sich an vergangene Erlebnisse.




















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